Über Andreas Bromba

Seine Werke sind immer eindeutig. Eindeutig martialisch. Eindeutig mystisch. Eindeutig minimalistisch. Eindeutigkeit in ihrer Vielfalt. Andreas Brombas Herz schlägt für die Fotografie, die Installationskunst und für Königsberg (Kaliningrad).

Aber eins nach dem anderen. Mit seiner Schwarz−Weiß−Serie "„berlin minimal"“ stampfte er eine der erfolgreichsten Fotoausstellungen in Berlin aus dem steinigen stolprigen Boden des freien Künstlertums, erhielt den europäischen Architekturfotopreis. Bekannte Berliner Bauwerke wie das Brandenburger Tor, die Siegessäule oder die Reichstagskuppel in extremer Detailansicht, reduziert auf ihr empfundenes Wesentliches, eindeutig fordernd: Entdecke mich neu. Sei überrascht. Staune. Erkenne.

Ist es nicht so, dass es nicht so ist, wie es scheint? Eindeutig auch das Bekenntnis: „"Ich bin ein Verfechter des Kaputten. Im Kaputten liegt die Ehrlichkeit"“, sagt der Berliner Künstler und Initiator der Morgenstern−Stiftung. In Müllcontainern liegt daher auch der Ursprung seiner einzigartigen kreativen Genese: der neosakralen deutschen Industrie−Romantik, entstanden aus alten Baustellenabfällen. Aus der Not geboren, wurde diese Lösung zu seinem Hauptthema. Installationen aus Baumaterial: Schläuche, Schrauben, Knaggen. Industrieschwämme, Stacheldraht, Aluminiumprofile. „Die Inszenierung von übermächtiger Industrie gegenüber dem heutigen Menschen verlangt eine Neudefinition von Romantik. Aus Bäumen und Ästen werden Metallträger, aus Blättern schwere Eisenschrauben, aus verfallenen Kirchruinen neosakrale Rauminstallationen mit Materialien des 21. Jahrhunderts.

Einer der umtriebigsten deutschen Kunstmäzene, Reinhold Würth, wird auf ihn aufmerksam, sponsert Material aus ureigenster Produktion. "„Und so standen plötzlich zwei Europaletten Schrauben und Eisenmaterial vor meiner Haustür"“, erinnert sich Andreas Bromba. Fülle –— und Leere. Die Brutalität des Verfalls soll ihm abermals begegnen: In Königsberg /Kaliningrad hat er 1992 die erste Einzelausstellung eines Deutschen nach Kriegsende, bildet mit seinen Arbeiten die Unergründlichkeiten des Lebens ab. "Viele meiner Freunde sind mittlerweile an ihrer brutalen Umgebung zerbrochen." Sein Paralleluniversum – ein grausames Abbild der Ehrlichkeit.

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